Darum lohnt sich der Umstieg auf Pflanzenhaarfarbe

Ich habe es getan!

Vor mehr als einem Jahr bin ich von Chemiehaarfarbe auf Pflanzenhaarfarbe umgestiegen, obwohl die Ausgangssituation schwierig war. Ich hatte seit vielen Jahren blondiertes und chemisch gefärbtes Haar. Zuletzt ließ ich Farbe abziehen, da die Färbung davor zu dunkel ausfiel. Mein Haar war äußerst beansprucht. Von Aussagen darüber, dass dies im Zusammenhang mit Pflanzenhaarfarben ein Problem sein könnte, ließ ich mich nicht beeindrucken. Wer wagt, gewinnt! Es hat wunderbar geklappt! Mein Haar wird immer schöner und gesünder. Ganz nebenbei tue ich der Kopfhaut Gutes. Lies in meinem Artikel, wie der Umstieg gelingt und warum es sich lohnt.

Wie kam es zu dem Umstieg auf Naturhaarfarbe?

Gegen Ende des Sommers im letzten Jahr bemerkte ich eine starke Schuppenbildung auf der Kopfhaut. Diese bereitete mir Sorgen, da ich Schuppenflechte befürchtete. Der zur gegebenen Zeit vorhandene Stress würde diese Erkrankung begünstigen. Also recherchierte ich nach Möglichkeiten, meiner Kopfhaut gezielt zu helfen, sich zu regenerieren. Dabei kam ich mit Naturkosmetik auf dem Sektor Haare färben und pflegen in Berührung. Ich erinnerte mich daran, als ich vor vielen Jahren in meiner Heimat (Wien) beim Naturfriseur die Haare färben ließ. Das war eine wunderbare Erfahrung für Haar und Wohlbefinden. Also suchte ich einen Naturfriseur und vereinbarte einen Beratungstermin.

Selber färben oder doch zum Friseur gehen?

Vor dem Termin hatte ich bereits im Internet zum Thema Haare färben mit Natur-haarfarben einige Artikel gelesen. So konnte ich eine erste Meinung bilden und mir vorab Fragen überlegen. Wie gesagt, hatte ich bisher chemisch aufgehellt und gefärbt. Mein Haar war sehr lange Zeit blond aufgehellt und gefärbt. Nach zwei Färbeunfällen erkannte ich die Zeichen und den Wunsch nach Veränderung. Daher stieg ich auf rote Haarfarbe um. Dadurch entstand ein Mischmasch an hellen und dunkleren Strähnen bzw. Abschnitten. Daher war ich unsicher, ob und wie ein Umstieg auf Pflanzenhaarfarbe klappen würde. Für mich war klar, dass ich mich dafür in fachkundige Hände begeben möchte. Selbst färben ist sicherlich auch gut machbar, wenn du vielleicht zum ersten Mal deine Haare färben möchtest oder experimentierfreudig bist. Du findest dazu sehr viele Informationen von Bloggern oder Herstellern von Naturhaarfarben.

Wie steigst du auf Pflanzenhaarfarbe um?

Dies ist recht einfach. Wenn es keine triftigen Gründe gibt, die dagegen sprechen, einfach ausprobieren! Vorab oder spätestens nach dem ersten Färben mit Pflanzenhaarfarben solltest du auf Naturhaarkosmetik (Shampoo, Pflege) umsteigen. Denn die Silikone und Sulfate wirken sich kontraproduktiv zum Färbe-Ergebnis aus. Die Farbe würde sich nicht gut anlagern und eventuell schnell wieder ausgewaschen werden. Weitere Informationen über Naturhaarpflege findest du in meinem Artikel zu dem Thema. Mit chemischer Vorbehandlung ist es ratsam, das Färben dem Profi zu überlassen. Denn der mischt verschiedene Pflanzen individuell und kann den Erfolg gut einschätzen.

Du solltest wissen, dass eventuell Geduld gefragt ist, bis du ein optimales Ergebnis erzielst. Je nach Ausgangslage kann es sein, dass du gleich nach dem ersten Färbedurchgang die Haarfarbe hast, die du dir wünschst. Wenn du jedoch – so wie ich – am Ansatz deine Naturhaarfarbe hast, in den Längen abschnittsweise helle und dunkle Stellen, dann wirst du nach und nach ein gutes Ergebnis erzielen. Daher mache dir vorher bewusst, dass du eine langfristige Entscheidung triffst.

Umstieg auf Pflanzenhaarfarbe – eine der besten Entscheidungen meines Lebens

Bereits nach dem ersten Färbedurchgang war ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Es war sogar besser, als ich zu hoffen wagte. Der Geruch ist gewöhnungsbedürftig. Direkt nach dem Haare Färben mit Pflanzenhaarfarben rieche ich nach Kräuergarten. Nach dem 3. Färbedurchgang hatten wir den für mich perfekten Farbton gefunden. Die Kupfer Haarfarbe gefällt mir sehr gut und unterstreicht meine Persönlichkeit. Die Haare – insbesondere die nachwachsenden, nicht mehr chemisch behandelten Abschnitte – sind gestärkt und glänzen wundervoll. Der Zustand meiner Kopfhaut hat sich stark gebessert. Dies nicht nur durch das natürliche Färben, sondern auch mit Hilfe von Kokosöl. Dieses habe ich auf Anraten einer Freundin über Nacht auf der Kopfhaut einwirken lassen und am nächsten Morgen ausgespült.

Pam Lauren - Frag Pam - Portrait - Haarfarbe Kupfer

So sehen meine Haare derzeit aus. Der Farbverlauf vom natürlichen zum damals chemisch behandelten Haar wird wunderbar angeglichen. Es ist ein natürlicher Ombre-Effekt, für den manche Frauen sehr viel Geld bezahlen 😉.

Pflanzenhaarfarbe, Naturhaarfarbe, Henna Haarfarbe – wie jetzt?

Henna wird oft als Oberbegriff für natürliche Haarfärbeprodukte herangezogen. Henna selbst färbt jedoch nur in einem rötlichen Spektrum. Wenn andere Haarfarben gewünscht sind, werden weitere Pflanzen hinzugemischt.
Der Begriff Naturhaarfarbe wird oft für Pflanzenhaarfarben herangezogen, weil diese das Farbspektrum der Natur bedienen. Ansonsten ist mit Naturhaarfarbe die eigene, natürliche Haarfarbe gemeint.

Mein Fazit und die Vorteile

Das Färben mit Pflanzenhaarfarben kann anfangs gewöhnungsbedürftig sein. Wenn du selbst färbst, scheint es eine etwas kompliziertere Prozedur zu sein, als mit chemischen Haarfarben zu tönen. Aus meiner Sicht lohnt sich jedoch das Färben mit Pflanzenhaarfarben. Dies sind meine wichtigsten Gründe:

  • Wohltat für die Kopfhaut
  • stärkt das Haar,
  • es wird glanzvoller – auf natürliche Art.
  • Es gibt ein breites Farbspektrum.
  • Sehr gute Grau-Abdeckung und
  • lange Haltbarkeit des Färbe-Ergebnisses (jedenfalls bei mir). Ich lasse nach 7-8 Wochen den Ansatz nachfärben. In den Längen ist die Farbe immer noch wunderschön. Einzig etwas Farbsättigung fehlt zu dem Zeitpunkt. Dies wohl deswegen, weil die Farbe aus den noch vorhandenen chemisch behandelten Längen schneller ausgewaschen wird.
  • Darüber hinaus schonst du die Umwelt, indem du auf chemische Produkte verzichtest.

Es gibt aus meiner Sicht kaum Nachteile, außer, dass du mit Pflanzenhaarfarben nicht aufhellen kannst. Wenn du natürlich blond bist, gibt es sehr wohl Naturhaarfarben für dich, jedoch ist es nicht möglich, dunkleres Haar zu blondieren.

Tipp
Wenn du dein Haar nicht färben lassen möchtest, ihm jedoch Gutes tun willst, dann gönne dir ab und zu eine farblose Pflanzenhaarfarb-Kur. Diese wird wie Haarfarbe aufgetragen und wirkt auch lange ein. Deine Kopfhaut jubelt und dein Haar glänzt vor Freude. Probiere es aus und berichte!

Erzähle!
Wie sieht es bei dir aus? Färbst du dein Haar? Färbst du schon mit Pflanzenhaarfarben? Überlegst du, umzusteigen? Teile mir und der Community deine Erfahrungen in den Kommentaren mit!

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